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Freitag, 29. Juni 2012Forum Juraexamen.com glänzt mit Relaunch
Juraexamen.com, eines der größten und bekanntesten unabhängigen Jura-Foren in Deutschland, präsentiert sich seit einigen Tagen im neuen Gewand. Neben dem Design wurden auch viele Funktionen überarbeitet und ergänzt wie z.B. die "Quick-Reply Box". Gleichzeitig wurde die aktuelle Version der Forensoftware phpBB3 eingeführt.
Inhaltlich bleibt das bewährte Konzept unverändert: Jura-Studierende und Referendare diskutieren auf der Plattform rund um die Examensprüfung, Lernmethoden und das Referendariat. Die Zahlen sprechen für sich: Täglich hat die Seite mehr als 3.000 Besucher; fast 100.000 Beiträge haben die inzwischen mehr als 7.000 Mitglieder in den letzten 7 Jahren geschrieben. Die wurden beim Relaunch selbstverständlich alle unverändert übernommen. Ich grautliere dem Gründer Michael Hensen und der gesamten Community von Juraexamen.com zum erfolgreichen Neustart und wünsche weiterhin viel Erfolg mit dem Projekt! www.juraexamen.com
Geschrieben von Ralf Zosel
in Ausbildung/Prüfung, Internet und Software
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17:24
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Tags für diesen Artikel: juraexamen.com
Mittwoch, 7. April 2010„Münchner IT-Freiheit“ zum Thema „Netzneutralität“ am 13. April 2010
Kollege Philipp Herrmann, den ich vor einiger Zeit beim Links & Law-Stammtisch kennengelernt hatte, bat mich, auf eine Veranstaltung zum Thema "Informations- und Transaktionsfreiheit" in München hinzuweisen. Ich selbst kann aus terminlichen Gründen leider nicht teilnehmen, aber das Thema liegt mir am Herzen und einige der angekündigten Redner sind mir persönlich bekannt. So komme ich der Bitte gerne nach.
Informations- und Transaktionsfreiheit - auf diesen Grundlagen hat sich das Internet erfolgreich entwickelt. Neuerdings wird dies aber durch Internetsperren, Internetverbannungen und Internetmonopole in Zweifel gezogen. Das europäische zentrum für e-commerce und internetrecht (www.e-center.eu), der größte europäische Think Tank für IT-Rechtssicherheit, ist darüber besorgt und veranstaltet daher in Kooperation mit dem Münchner Unternehmen Faktor Logik und der Münchner Rechtsanwaltskanzlei teclegal Habel Rechtsanwälte am Rande der Internet World Fachmesse die "Münchner IT-Freiheit", ein Event bei dem folgende Speaker referieren und mit Ihnen diskutieren werden: Anmelden kann man sich auch über XING.
Geschrieben von Ralf Zosel
in Recht der Neuen Medien, Termine
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09:23
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Tags für diesen Artikel: münchen, netzneutralität
Freitag, 2. Oktober 2009Ergebnisse der ersten jurMeta-Skype-Konferenz
Gestern Abend trafen sich einige Teilnehmer des Gesprächskreises Freie Juristische Internetprojekte, um das Thema jurMeta weiter voran zu bringen (siehe hierzu schon meinen LAWgical-Beitrag von gestern).
Das Ergebnis der Skype-Konferenz habe ich ins JuraWiki gestellt, ebenso wie das Protokoll. Wer sich für speziell für die Initiative jurMeta oder allgemein für Freie Juristische Internetprojekte interessiert, sollte sich in unsere IMO-Mailingliste eintragen. Donnerstag, 1. Oktober 2009Skype-Konferenz zu "jurMeta" heute Abend
Beim Gesprächskreis Freie Juristische Internetprojekte vergangene Woche beim EDV-Gerichtstag hatten wir uns darauf verständigt, einen juristischen Metadatenstandard zu entwickeln. Damit wir den Schwung der Konferenz mitnehmen, haben wir gleich einen Skype-Termin vereinbart, und zwar heute Abend um 20:00 Uhr. Wer mitmachen will oder sich sonst für die Initiative interessiert, ist herzlich eingeladen. Alles weitere dazu auf der Seite JurMeta im JuraWiki.
Zur Koordination wollen wir unsere IMO-Mailingliste verwenden. Felix Zimmermann hat darüber eben folgende E-Mail verschickt: Hallo allerseits, Mittwoch, 9. September 2009Nominierungen für den Nachwuchspreis 2009
Wie Dr. Jochen Notholt bereits angekündigt hat, haben wir gestern aus den Vorschlägen für das Beste Freie Juristische Internetprojekt 2009 drei Projekte ausgewählt. Die Nominierten sind:
Außerdem dürfen die Sieger das nebenstehende Logo zeitlich unbegrenzt auf Ihrer Website führen.Nach welchen Kriterien der Preis vergeben wird und alles was sonst noch wissenswert ist, kann im JuraWiki nachgelesen werden. Übrigens: Wer sein Projekt noch im Rahmen der Initiative "Ich mach's online" beim EDV-Gerichtstag präsentieren will, sollte sich jetzt schnell melden.
Geschrieben von Ralf Zosel
in EDV-Gerichtstag
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22:32
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Tags für diesen Artikel: edv-gt, edvgt, edvgt2008, freiejuristischeinternetprojekte, freies internetprojekt, nachwuchspreis, nominierungen
Mittwoch, 5. August 2009Formular gegen Cold Calls
Dieses Formular der Bundesnetzagentur werde ich mir neben das Telefon legen (gefunden via heise). Dann kann der Anrufer, der einen neuen Telefonvertrag oder was auch immer verkaufen will, mir gleich beim Ausfüllen helfen:
Für welchen Auftraggeber rufen Sie an? Wie heißt das Produkt genau? Buchstabieren Sie bitte mal Ihren Namen? Jetzt bräuchte ich noch Ihre Kontaktadresse. Und ich habe das richtig verstanden: Sie wollen, dass ich einen Vertrag abschließe? Ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf den nächsten Anruf. Ein Formular für solche Fälle gibt es auf der Website der Bundesnetzagentur wohl noch nicht, oder habe ich das übersehen? Dienstag, 7. Juli 2009Im Namen des Volkes: Gerichte zitieren Wikipedia
In JurPC ist jetzt meine kleine Analyse zu Wikipedia-Zitaten in Entscheidungen deutscher Gerichte erschienen. Den Text hatte ich auf Einladung von Professor Rüßmann im Mai vergangenen Jahres für die Festschrift von Herrn Dr. Gerhard Käfer geschrieben. Überreicht werden sollte das Buch zur Verabschiedung in den Ruhestand. Da aber Herr Dr. Käfer auf Wunsch der Gesellschafter noch ein Jahr länger im Dienst blieb, wich man auf sein 35-jährige Dienstjubiläum aus und übergab die Festschrift Ende April diesen Jahres (siehe hierzu die Pressemitteilung der juris GmbH).
Auch wenn mein Beitrag jetzt schon über ein Jahr alt ist, hat das Thema nichts an Aktualität verloren. Erst in jüngster Zeit fachten spektakuläre Fälle ("Wilhelm" und Rohde) die Diskussion über die Qualität der Wikipedia wieder an. Interessant ist auch, dass Sperrversuche von Wikipedia inzwischen an Attraktivität verloren haben dürften (siehe Heilmann). Ich bleibe dabei: Auch Richter sollen Wikipedia zitieren - aber bitte mit Verstand. JurPC Web-Dok. 140/2009
Geschrieben von Ralf Zosel
in Internet und Software, Rechtsprechung
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16:15
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Freitag, 19. Juni 2009Bericht vom 3. IT-Rechtstag in Wien
Am 4. und 5. Juni 2009 fand in Wien der mittlerweile 3. IT-Rechtstag statt. Der vom Verein „Infolaw“ veranstaltete IT-Rechtstag geht auf die Initiative von Prof. Andreas Wiebe, der die WU-Wien mittlerweile in Richtung Göttingen verlassen hat, zurück und wird inzwischen jährlich von ihm und seinem (ehemaligen) Team organisiert. Der diesjährige IT-Rechtstag behandelte das Schwerpunktthema „Persönlichkeitsschutz im Internet“ sowie die Themen „Softwarerecht“ und „E-Commerce und Datenschutzrecht“.
Die Beiträge wurden, wie jedes Jahr, von Vortragenden aus der Forschung und Lehre, Behörden, Gerichts- und Anwaltspraxis, sowie aus der Wirtschaft aufbereitet. Ein Höhepunkt war sicherlich die Podiumsdiskussion zum Thema „Meinungsfreiheit vs Persönlichkeitsschutz im Internet - brauchen wir neue Regeln?“ bei der die Diskutanten aus Anwaltei und Presse interessante Aussagen tätigten. Die Vertreter aus der Anwaltei führten zur Problematik der Notwendigkeit von neuen Normen aus, dass bisher zwar immer beim Auftreten von neuen Sachverhalten der Ruf nach neuen Regeln laut geworden sei, diese aber zu 95% immer mit den bestehenden Rechtsregeln sinnvoll gelöst werden konnten. Die Vertreter aus dem Pressebereich mahnten eine stärke Selbstdisziplin und einen verstärkten Opferschutz an, ein anzumerkender Nebenaspekt dabei war aber, das im gleichen Atemzug Beispiele aus der Praxis dargestellt wurden und die Diskutanten dabei die Nachnamen der Täter immer mit dem ersten Buchstaben abkürzten, während sie die Opfer immer beim vollen Namen nannten. Schade in diesem Zusammenhang war, dass die geplanten Änderungen der Persönlichkeitsrechte durch das Familienrechtsänderungsgesetz 2008 keinen Eingang in die Diskussion fanden. Insgesamt kann aber berichtet werden, dass die Zuhörer eine spannende Diskussion auf hohem Niveau erleben durften, bei der auch die knackigen Kommentare von Frau MR Dr. Kotschy nicht fehlten. Die gut besuchte Veranstaltung hat mittlerweile ihren festen Platz in Österreichs Veranstaltungskalender gefunden und es bleibt zu hoffen, dass Infolaw, trotz des weggangs von Prof. Wiebe in der Lage sein wird 2010 verkünden zu können: Nummer 4 lebt. Gastbeitrag von Mag. Dr. Kai Erenli
Geschrieben von Ralf Zosel
in Recht der Neuen Medien, Termine
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15:14
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Tags für diesen Artikel: IT-Rechtstag, Wien
Dienstag, 16. Juni 2009"Die Rechtsexperten"
Jetzt bin ich auf ein ganz interessantes neues Internetprojekt gestoßen: "Die Rechtsexperten" ist eine Plattform, die zwischen Journalisten und Juristen vermitteln will. Die Website ist wohl vor einem Monat gestartet und befindet sich nach eigenen Angaben noch im Beta-Stadium. Funktionieren soll das so:
Man kann als Journalist natürlich auch einfach z. B. experte it-recht oder experte verkehrsrecht bei Google eingeben und wird fündig. Ich habe dierechtsexperten.de als Freies Juristisches Inernetprojekt "registriert". Dienstag, 2. Juni 2009WikiTreffenOnline
Morgen Abend gibt es ein WikiTreffen, bei dem jeder bequem von zu Hause aus mitmachen kann. Wir können meinen WebEx-Testaccount ausprobieren und ich bin sehr gespannt, wie sich das in der Praxis bewährt. Die Vorab-Versuche waren durchaus vielversprechend. Das ganze läuft - ähnlich wie Dimdimim (vgl. hierzu schon die Veranstaltung vom 27.04.09) - als Plugin im Browser und ist damit plattformunabhängig. Sogar die Teilnahme per iPhone soll möglich sein. Ganz gut gelöst ist das mit der Sprachübertragung. Hier kann man zwischen Headset/VOIP und Telefon (Call in oder Rückruf) wählen. Alles Weitere ist auf der Seite http://www.jurawiki.de/WikiTreffenOnline erklärt.
Inhaltlich soll es morgen um fjip.de gehen (vgl. hierzu schon LAWgical vom 28.05.09) und um den EDV-Gerichtstag 2009. Wer weitere Themenwünsche hat, kann die im JuraWiki vormerken.
Geschrieben von Ralf Zosel
in Neues aus dem JuraWiki
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22:23
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Tags für diesen Artikel: Dimdim, EDVGT2009, fjip, Live-Online, WebEx, WikiTreffen, WikiTreffenOnline
Donnerstag, 28. Mai 2009Datenbank Freie Juristische Internetprojekte fjip.de
Wenn ein Blogger lange nicht bloggt, kann das ein gutes Zeichen sein, nämlich dass er etwas Neues ausbrütet. In meinem Fall konnte ich das Ergebnis gestern beim WikiTreffen präsentieren: Die Datenbank Freie Juristische Internetprojekte fjip.de.
Den Beschluss, freie juristische Internetprojekte zu "sammeln", hatten wir schon während des Gesprächskreises beim EDV-Gerichtstages im Jahr 2004 gefasst. So entstand zunächst eine einfache Liste im JuraWiki. Anfang 2005 versuchte ich dann, im JuraWiki eine Art Datenbank mit Wiki-Mitteln zu realisieren. Es gibt immerhin 64 Einträge, die teilweise von den Betreibern der jeweiligen Projekte selbst angelegt wurden. Die Idee war, nicht nur die Namen und die URL der Projekte festzuhalten, sondern ein paar weitere Informationen. Das wird dann besonders interessant, wenn ein Projekt offline geht. Erinnert sich noch jemand an das Weblog "Shice Biz" der "Jurastudentin" (später "Rechtsreferendarin")? Im JuraWiki gibt es immerhin einen Screenshot und ein paar Basis-Informationen, die über archive.org hinausgehen. So gesehen ein wichtiger Beitrag zur "Blawg-Forschung" (siehe hierzu schon LAWgical vom 12.03.05). Den Weblogs widmeten wir im JuraWiki von Anfang an besondere Aufmerksamkeit, zunächst auf der Seite WebLog und dann auf der Seite Blawg. Als ich anfing, mit OPML zu experimentieren, kam mir Kollege Rainer Langenhan zuvor und gründete die germanblawgs.opml - die er zunächst im Handakte WebLAWG pflegte und schließlich mit Unterstützung seiner Frau Melanie Langenhan auf germanblawgs.de auslagerte. Ich selbst durfte bei dem Projekt mitwirken und so versuchten wir in diesem Rahmen die Idee umzusetzen, die Entwicklung der deutschsprachigen juristischen Blogosphäre zu dokumentieren. Es stellte sich aber schnell heraus, dass ich den Aufwand, zu jedem neuen Weblog einen Blog-Beitrag zu verfassen, auf Dauer nicht treiben kann. Und auch wenn Melanie Erstaunliches auf germanblawgs.de gezaubert hat, ist das zugrundeliegende Wordpress doch in erster Linie ein Weblog mit begrenzten technischen Möglichkeiten. Im Rahmen meiner Arbeit beim Beck-Verlag entdeckte ich Drupal und habe mich inzwischen sehr intensiv damit beschäftigt. Mit Drupal habe ich jetzt das Werkzeug, um eine Online-Datenbank nach meinen Vorstellungen umzusetzen. Auf fjip.de ist der Wiki-Gedanke erhalten geblieben, d. h. jeder kann neue Projekte in die Datenbank aufnehmen oder die Angaben bestehender Projekte ändern oder ergänzen und alle alten Versionen bleiben erhalten. Außerdem können Kommentare zu Projekten verfasst werden. Wem das also zu viel Umstand ist, die Inhalte selbst zu pflegen, der kann diesen Weg wählen.Der große Mehrwert gegenüber den bisherigen Ansätzen liegt in der Möglichkeit, die Projekte komfortabel nach verschiedenen Kriterien zu filtern. So erhält man erstmalig einen wirklichen Überblick über die freien juristischen Internetprojekte. Wobei die Sammlung im Moment natürlich noch nicht vollständig ist, aber immerhin konnte ich die von mir neulich erst auf den aktuellen Stand gebrachte GermanBlawgsQuelle importieren. Der Clou ist, dass der Nutzer sich von der gefilterten Auswahl eine individuelle OPML-Datei erstellen lassen und in seinen Feed-Reader importieren kann. Für die OPML der aktiven juristischen Weblogs stelle ich also den Filter "Art" auf "Weblog" und "Status" auf "online". Auf Wunsch kann ich noch das Rechtsgebiet einschränken oder mir nur die von Rechtsanwälten betriebenen Weblogs auswählen usw. In JuraBlogs.com ist mit dem Relaunch jetzt gerade Bewegung gekommen und vielleicht baut Matthias Klappenbach noch ähnliche Funktionen ein. Ich verfolge mit fjip.de im Grundsatz aber einen anderen Ansatz. Mir geht es nicht darum, die Inhalte zu verbreiten, als viel mehr um die Dokumentation der Projekte selbst. Und halt eben nicht nur Weblogs, sondern alle freien Projekte im juristischen Bereich. Die Datenbank kann uns möglicherweise auch gute Dienste leisten bei der Wahl des Besten Freien Juristischen Internetprojekt beim EDV-Gerichtstag (hier die Seite vom letzten Jahr). Die Voting-Funktionen von Drupal habe ich schon mal getestet. Ich habe fjip.de jetzt als "Alpha-Test" freigeschaltet. D. h. es gibt noch jede Menge zu verbessern und Ideen für den weiteren Ausbau. Womit wir schon wieder beim Thema "Recht sucht Informatik" wären. Auch bei der Pflege der Daten ist jede Unterstützung willkommen. So müssen die jetzt bereits erfassten Projekte jedenfalls noch den Rechtsgebieten zugeordnet werden. Schade, dass wir die Datenbank noch nicht als Werkzeug für unseren Praxis-Workshop Rechtsinformatik zur Verfügung hatten, das hätte den Studenten die Arbeit wesentlich erleichtert und wir könnten jetzt weiter darauf aufbauen. Aber selbst, wenn jetzt jeder nur nach seinem eigenen Projekt schaut, wäre schon viel gewonnen. Man findet das im Moment übrigens noch am besten über die "Projekt-Übersicht" und dann Strg-F.
Geschrieben von Ralf Zosel
in Blogs und Blawgs, Internet und Software, Neues aus dem JuraWiki
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22:33
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Tags für diesen Artikel: Blawg, Blawgforschung, Blawgosphäre, fjip, Freie juristische Internetprojekte
Mittwoch, 4. März 2009Juristen-Wiki auf der CeBITKanzleien benutzen für die täglichen Workflows Standard-Software, welche z. B. die Kanzleibuchführung regelt, automatisch Fristen verwalten oder Mahnverfahren abwickelt. Dennoch gibt es wichtige Bereiche, in denen Informationen nur unsystematisch abgelegt werden und nicht für alle Mitarbeiter gleichermaßen zugänglich sind.Genau dort kann ein Wiki hilfreich sein. Informationen, die Referendaren bei der Einarbeitung helfen, Rahmeninformationen über Mandanten, Fragen zur Kanzleiorganisation und juristische Arbeitshilfen wie Aufsätze, Entscheidungen, Gesetze und Kommentare oder Internetressourcen können ohne technische Vorkenntnisse in ein solches Wiki eingepflegt werden. So wirbt die EsPresto AG aus Berlin für ihr "Juristen-Wiki", das auf der CeBIT vorgestellt wird, in einer Pressemitteilung vom 27.02.09. Die Demoversion ist auch online verfügbar. Die Idee, ein Intranet-Wiki zum Wissensmanagement einzusetzen, ist nicht neu, aber gut, vgl. hierzu schon:
Es gibt unzählige Wiki-Enginges. Ich selbst habe - nicht nur im Intranet-Einsatz - mit MoinMoin die besten Erfahrungen gemacht. Wir setzen MoinMoin im JuraWiki ein und ich hatte das vor Jahren auch bei juris und am IfRI "eingeschleppt", vgl. auch schon LAWgical vom 22.01.07. Vor ein paar Jahren hatte ich bei der EEAR einen Workshop für den Wiki-Einsatz in Unternehmen angeboten. Meiner Erfahrung nach ist das weniger eine technische , als viel mehr eine "kulturelle" Herausforderung, ein Wiki zum Leben zu bringen - im Intranet nicht anders als "in freier Wildbahn". Damals war die Nachfrage nach dem Kurs gering. Ob jetzt die Zeit reif ist für Ansätze von Wikinomics in der Kanzlei?
Geschrieben von Ralf Zosel
in Internet und Software
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08:21
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Tags für diesen Artikel: cebit, eear, EsPresto, ifri, intranet, juris, kanzlei, moinmoin, wiki, wikiwikiweb, xwiki
Dienstag, 3. März 2009IRIS2009: Jochen Notholt "Semantic Web-Techniken in juristischen Online-Anwendungen - Ziele und Ideen"
LAWgical-Kollege Dr. Jochen Notholt sprach bei der IRIS zum Thema "Semantic Web-Techniken in juristischen Online-Anwendungen - Ziele und Ideen". Dabei ging er auf zentrale Aspekte seiner 2007 abgeschlossenen Dissertation ein (vgl. auch schon LAWgical vom 25.02.09).
Zwar behandele seine Doktorarbeit das Online Lernen für Juristen. Er vertrete aber einen universellen Ansatz und da die juristische Arbeit mit lebenslangem Lernen verbunden sei, lasse sich sein Werk als Ideensammlung für das Arbeiten allgemein auffassen. Er habe eine "grobe Vorstellung", wie Semantic-Web-Anwendungen für Juristen aussehen müssten und wolle die Phantasie anregen, solche Anwendungen zu entwickeln. Es gebe generell noch wenig erprobte und etablierte Anwendungen, aber eine intensive Forschung. Unter der Überschrift "Semantic Web in drei Minuten" stelle Jochen Notholt die technische Grundidee kurz vor. Man könne das Semantic Web aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten: Websuche, Datenbank, Agent. Nach der alten, auf die Agenten-Perspektive bezogenen Definition des Semantic Web gehe es darum, dass die Maschine dem Menschen Arbeit abnehme. Neuerdings trete mehr der Datenbank-Aspekt in den Vordergrund. Das Ziel einer sinnvollen Online-Anwendung für Juristen müsse die Lösung von Informationsproblemen sein. Die Probleme und Lösungsansätze veranschaulichte Jochen Notholt wie folgt:
Ausgehend von diesen Lösungsansätzen stellte Jochen Notholt verschiedene Ideen vor: Zur "Auswahl" demonstrierte Jochen Notholt die Vorteile des Semantic Web gegenüber der herkömmlichen Methode. Bisher seien auswertbar die Daten (also der Text) und an Metadaten im wesentlichen nur Quelle, Datum, Aktenzeichen und Vorschrift. Im Semantic Web habe man weitere Auswahlkriterien wie z. B. Themen, Probleme, Bezüge (Meinungen etc.), Zielgruppen, Schwierigkeitsgrade und Nutzerverhalten/-feedback. Da das Semantic Web auf offenen Standards beruhe, beziehe es dabei die Daten aus dem ganzen Web in die Berechnung ein. Die Semantic-Web-Technik ermögliche die "Berechnung" der Qualität von Online-Informationen. Beispielsweise könne berücksichtigt werden, ob eine veraltete Vorschrift in Bezug genommen werde und zumindest eine entsprechende Warnung ausgegeben werden. Schließlich ging Jochen Notholt auf die notwendigen Entwicklungsschritte für eine Semantic-Web-Anwendung ein. Man müsse nicht nur die Ontologien entwickeln, sondern auch die Metadaten annotieren. Dieser zusätzliche Aufwand, den man in die Daten stecken müsse, sei sehr teuer und wohl der eigentliche Hemmschuh für die Verbreitung des Semantic Web. Es entwickelte sich eine Diskussion, ob diese Aufgabe nicht per KI automatisiert werden könne. ("Das Semantic Web macht sich nicht selbst schlau.") Auch meinen Vorschlag, dass Problem per "Crowdsourcing" zu erledigen, hielt Jochen Notholt nicht für abwegig. Dienstag, 24. Februar 2009Zeitgemäße Rechtsanwendung in der modernen Informationsgesellschaft
Prof. Dr. Fritjof Haft hält am Donnerstag, 26. Februar 2009, um 18.30 Uhr einen Vortrag zum Thema „Zeitgemäße Rechtsanwendung in der modernen Informationsgesellschaft“ an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Wie NIEDERLAUSITZ aktuell meldet, wird der Referent "Möglichkeiten praxisgerechter IT-Lösungen in der heutigen Rechtsanwendung darstellen und einen realistischen Ausblick auf den künftigen Einsatz moderner IT-Werkzeuge bei der juristischen Arbeit, sei es in der gerichtlichen oder anwaltlichen Praxis, geben". Veranstalter ist die Juristische Gesellschaft Frankfurt (Oder). Alles Weitere bei niederlausitz-aktuell.de.
Schade, dass Professor Haft seinen Vortrag nicht in Salzburg bei der zeitgleich stattfindenden IRIS 2009 hält - da hätte ich ihn mir sicher angehört. Freitag, 6. Februar 2009Wer macht mit beim Web 2.0? - Nachtrag
Neulich hatte ich mir Gedanken gemacht zum Verhältnis der nur konsummierenden Nutzer von Wikis zu denen, die sich auch aktiv an der Erstellung der Inhalte beteiligen, siehe LAWgical vom 17.12.09. Als Grundlage für Wikipedia hatte ich die Statistik "server page hits (traffic)" hergenommen und war von 41.349.180 Seitenabrufen pro Tag ausgegangen. Dabei hatte ich übersehen, dass darin auch der Suchmaschinen-Traffic enthalten ist.
Inzwischen habe ich Schätzungen zum unmittelbar durch Menschen verursachten Traffic in Wikipedia gefunden. Demnach gibt es pro Tag grob geschätzt 24.000.000 Seitenabrufe und 15.000.000 einzelne Besucher. Die Zahl der aktiven Nutzer pro Monat liegt bei ca. 25.000. Also gibt es einen aktiven Nutzer auf ca. 30.000 Seitenabrufe (und nicht wie ursprünglich angenommen 50.000). So gesehen ist das von mir beschriebene Problem, dass die allermeisten Nutzer im Mitmach-Netz nur konsummieren, nur halb so schlimm.
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